Hitzeschutz im Sommer

Überhitzte Räume im Sommer werden schnell zur Belastung. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) fordert deshalb nicht nur eine gute Gebäudedämmung im Winter, sondern in bestimmten Fällen auch verbindliche Nachweise für den sommerlichen Wärmeschutz. Insbesondere Dachflächen können sich im Sommer auf über 80 °C aufheizen. Hohe Raumtemperaturen in der Dachwohnung lassen sich auch über Nacht kaum noch ablüften.

Fragen und Antworten zum sommerlichen Hitzeschutz unterm Dach

Was macht Wärmeschutz im Sommer zu einem wichtigen Thema?

Dachflächen können sich an heißen Sommertagen stark aufheizen. Die Kühlung der Dachwohnung über Klimageräte verbraucht viel Energie und ist teuer. Der Hitzeschutz muss daher bei einer Dachsanierung berücksichtigt werden.

Gibt es hierzulande unterschiedliche sommerliche Klimaregionen?

Die Mittelgebirgsregionen gelten als "sommerkühl", als "gemäßigt" die Stadt Berlin und als "sommerheiß" das Rheintal. In Abhängigkeit von den Klimaregionen legt die EnEV fest, wie hoch die Innentemperaturen in Wohngebäuden sein dürfen.

Was bietet genügend Schutz vor Hitze?

Eine Dämmung und eine außen liegende Verschattung der Fenster dämmen den Wärmefluss von außen nach innen spürbar ein. Je niedriger der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient), desto weniger Wärme dringt durch das Bauteil.

Welche Faktoren beeinflussen die Raumtemperatur?

Direkte Sonneneinstrahlung, die Ausrichtung und Größe der Fenster, die Nachtlüftung und der Wärmeschutz beeinflussen das "thermische Verhalten des Raumes" und für die Bewohner das Wohlgefühl in den eigenen vier Wänden.

Fakten-Check zum sommerlichen Wärmeschutz

  • Die EnEV fordert in vielen Fällen den verbindlichen Nachweis für sommerlichen Wärmeschutz.
  • Architekten, Planer oder Handwerker tragen die Verantwortung für die fachgerechte Planung der Sanierung.
  • PU-Hochleistungsdämmstoffe dämmen den Wärmefluss während der heißen Stunden ein und verringern so die Aufheizung der Räume.
  • Mit der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder Umsetzung von Einzelmaßnahmen können Maßnahmen für den sommerlichen Wärmeschutz gefördert werden.
  • Außenliegender Sonnenschutz an Fenstern und Dachgauben halten direkte Sonnenstrahlen ab.
  • Massive Wände, Decken und Fußböden speichern Wärme, die durch Lüften nachts und frühmorgens abgeführt wird.

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