Die Eigenschaften von PU-Dämmstoffen: dämmstark, funktionstüchtig und dauerhaft.

PU-Hartschaum bietet als moderner Dämmstoff etliche Vorteile.
Die sehr gute Dämmleistung begrenzt wirksam die Wärmeverluste durch die Gebäudehülle. Durch hohe Druckfestigkeit bleiben die Dämmplatten auch bei Belastungen formstabil. PU-Dämmprodukte behalten über Jahrzehnte zuverlässig ihre Funktionstüchtigkeit.
PU ermöglicht es, ohne Abstriche zu dämmen, Wohnraum so optimal wie möglich zu nutzen und die KfW-Förderung für Effizienzhäuser voll auszuschöpfen.

Diese Eigenschaften tragen dazu bei, dass PU-Dämmstoffe ihre Funktion als Wärme- und Feuchteschutz während der gesamten Nutzungszeit des Gebäudes optimal erfüllen können.

Wärmeleitfähigkeit

Zu den wichtigsten PU-Dämmstoffeigenschaften zählt die extrem niedrige Wärmeleitfähigkeit und damit die hohe Dämmleistung. Das Dämmvermögen ist schon bei geringen Materialdicken sehr hoch. PU-Dämmstoffe werden in den Wärmeleitfähigkeitsstufen WLS 023 bis WLS 029 hergestellt. Die WLS Stufen entsprechen den Bemessungswerten der Wärmeleitfähigkeit von 0,023 W/(m.K) bis 0,029 W/(m.K). Kapillaraktiv modifizierte Dämmplatten weisen Bemessungswerte bis zu 0,033 W/(m.K) auf.

Druckfestigkeit / Zugfestigkeit

Die Nenndruckspannung oder Nenndruckfestigkeit bei 10 % Stauchung beträgt 100 kPa oder 150 kPa nach EN 826. Es werden auch PU-Dämmplatten mit höheren Druckfestigkeiten hergestellt. Die Nennzugfestigkeit nach DIN EN 1607 beträgt 40 kPa. Höhere Zugfestigkeiten sind ebenfalls möglich. 

Biegefestigkeit

Die Biegefestigkeit ist eine wichtige Dämmstoffeigenschaft für den Industriebau. Die Biegefestigkeit von PU-Dämmplatten liegt nach DIN EN 12089 zwischen 240 und 500 kPa, bei höheren Rohdichten auch bis 1300 kPa. Die Dämmplatten eignen sich besonders gut zur Verlegung auf Stahltrapezblechprofilen mit großen Obergurtabständen. 

Feuchteverhalten

Die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl µ nach EN 12088 liegt für PU-Hartschaum - abhängig von der Dämmstoffdicke - zwischen 40 und 200. PU-Dämmplatten mit Alu-Deckschichten sind nahezu dampfdiffusionsdicht. Die maximale Feuchteaufnahme von PU-Hartschaum bei Diffusion und Kondensation nach DIN EN 12088 beträgt ca. 6 Vol.-%. Die im Untertauchversuch nach DIN EN 12087 in 28 Tagen gemessene Wasseraufnahme liegt z. B. bei einer 60 mm dicken PU-Dämmplatte mit einer Mineralvlies-Deckschicht und einer Rohdichte von 35 kg/m³ bei 1,3 Vol.-%. Die Feuchteaufnahme bei Frost-Tau-Wechsel ergeben – auf den Dämmstoff ohne Deckschicht bezogen – Werte zwischen 2 und 7 Vol.-%.

Brandschutz

Da Polyurethan zur Familie der Duroplaste gehören, schmelzen PU-Dämmstoffe auch bei hohen Temperaturen nicht und bleiben form- und dimensionsstabil. PU-Dämmstoffe sind klassifiziert als

  • normalentflammbar: B2 gemäß DIN 4102-1 oder E gemäß DIN EN 13501-1
  • schwerentflammbar: B1 gemäß DIN 4102-1 oder C, B gemäß DIN EN 13501-1

Die Gefahr von Glimmbränden besteht bei PU-Dämmstoffen nicht.

Innendämmungen aus kapillaraktiv modifizierten Dämmplatten enthalten mineralische Deckschichten und sind im eingebauten Zustand schwerentflammbar: B1 gemäß DIN 4102-1 oder C gemäß DIN EN 13501-1.

Zahlreiche Steildachkonstruktionen mit PU-Dämmung sind als REI 30 (feuerhemmend) klassifiziert.

Dachaufbauten mit oberseitiger Dämmung aus PU-Hartschaum gemäß DIN 18234-2 erfüllen die Brandschutzanforderungen der Industriebaurichtlinie auch bei Brandabschnitten oder Brandbekämpfungsabschnitten mit einer Dachfläche von mehr als 2.500 m².

Beständigkeit

PU-Dämmstoffe sind beständig gegen bauübliche Lösungsmittel sowie Weichmacher, die z. B. in Dichtungsmassen und Dichtungsbahnen vorkommen. Die Dämmstoffe sind fäulnisfest und alterungsbeständig. Sie unterstützen keine Schimmelbildung.

Langlebigkeit

PU-Hartschaum bietet eine dauerhafte Produktqualität über die gesamte Lebenszeit eines gedämmten Bauteils.