Ressourcenschutz

Energierohstoffe wie Erdöl, Erdgas, Holz oder Kohle gehören zu den Grundlagen unseres Wohlstands und sind nicht unbegrenzt verfügbar. Im Gebäudebereich ist Energiesparen immer ein Beitrag zum Ressourcenschutz. Dazu gehört eine wirksame Wärmedämmung der Gebäudehülle. Die Ökobilanz und Gesundheitsverträglichkeit von Dämmstoffen spielen eine entscheidende Rolle bei der Erfassung der umweltbezogenen Qualität eines Gebäudes.

Umwelt-Produktdeklarationen für PU-Dämmstoffe

Ob ein Dämmstoff ökologisch ist, muss immer im Zusammenhang mit dem Gebäudekonzept, der Gebäudenutzung und dem Bauteil bewertet werden. Die Ökobilanz wird in der Umwelt-Produktdeklaration (EPD – Environmental Product Declaration) nach ISO 14025 und EN 15804 dokumentiert. Sie enthält Aussagen zum Energie- und Ressourceneinsatz. Die Wärmedämmleistung, das Raumgewicht und die Lebensdauer werden ebenfalls berücksichtigt. Für PU-Dämmstoffe gibt es EPDs, die für die Nachhaltigkeitszertifizierung von Gebäuden eingesetzt werden können.

PU-Dämmstoff-Lebenszyklus

Die Lebenszyklusanalyse eines Dämmstoffes umfasst die Herstellung und die Nutzungsphase bis hin zur Nachnutzung und Entsorgung. PU-Dämmstoffe „multiplizieren“ die in ihnen enthaltene Energie über ihre Lebensdauer, senken je nach Jahreszeit den Heiz- bzw. Kühlenergiebedarf und damit auch den CO2-Ausstoß. Im Laufe des Produktlebens spart die Hochleistungsdämmung etwa 100-mal mehr Energie ein, als zur Herstellung der PU-Dämmplatte benötigt wird.

Bewertung „grauer Energie“

Unter „grauer Energie“ (kurz: PEI) versteht man den Verbrauch an energetischen Ressourcen, die zur Herstellung eines Baustoffes erforderlich sind. Die Bewertung des PEI umfasst den gesamten Lebenszyklus. Synthetische Dämmstoffe wie z. B. PU-Hartschaum können auch einen niedrigeren PEI als Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen haben. Warum? Weil bei „Naturdämmstoffen“ Energie für Trocknungsvorgänge oder Bindemittel und für andere Zusatzstoffe eingesetzt wird, die aus fossilen Energierohstoffen stammt. Diese Energie wird bei der Berechnung des PEI berücksichtigt.

PU-Recycling oder thermische Verwertung

Bei der Herstellung von PU-Dämmprodukten werden PU-Produktionsabfälle bereits durch optimierte Prozesstechniken reduziert. Da die Dämmelemente in der Regel mechanisch befestigt oder lose verlegt werden, gehören Rückbau und sortenreine Erfassung der Abfälle zum PU-Recyclingkonzept. Aus sauberen PU-Abfällen werden Konstruktionswerkstoffe hergestellt, die sich als Traufbohlen und Attiken für Dächer einsetzen lassen. PU-Abfälle mit Verunreinigungen oder Anhaftungen anderer Baustoffe können in Müllheizkraftwerken thermisch verwertet werden (Abfallschlüssel nach AVV: 17 09 04).

Umwelt-Produktdeklarationen für PU-Dämmstoffe
PU-Dämmstoff-Lebenszyklus
Bewertung „grauer Energie“
PU-Recycling oder thermische Verwertung