Energieeffizienz im Gebäude

Wer heute baut oder saniert, sollte auf einen möglichst geringen Energiebedarf achten. Denn: Energie, die nicht verbraucht wird, muss erst gar nicht erzeugt und bezahlt werden. Die Energiewende im Gebäudebereich setzt auf eine sinnvolle Kombination aus höherer Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien. Vor allem in älteren Gebäuden sollten „Energielöcher“ in der Gebäudehülle als Erstes gedämmt und der verbleibende Energiebedarf so weit wie möglich durch Einsatz erneuerbarer Energien gedeckt werden.

Fragen und Antworten zum Thema Energieeffizienz

Welcher Unterschied besteht zwischen Primär- und Endenergie?

Heizungssysteme haben Verluste bei Umwandlung, Transport und Verteilung des Energieträgers. Die Primärenergie bezieht die Energieverluste dieser vorgelagerten Prozesskette mit ein. Am Ende dieser Prozesskette bleibt die End- oder Nutzenergie übrig. Sie wird vom Energielieferanten bezogen und bezahlt.


Was legen EnEG und EnEV fest?

Das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) legen fest, wie ein Gebäude energieeffizient geplant, gebaut oder modernisiert wird. Baulicher Wärmeschutz, Anlagentechnik und Warmwasserbereitung werden in die Bilanzierung einbezogen. Künftig werden, EnEG, EnEV und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz in einem Gebäudeenergiegesetz (GEG) zusammengeführt.

Welche Anforderungen stellt die EnEV an die energetische Optimierung der Gebäudehülle?

Der energiesparende Wärmeschutz begrenzt die Transmissionswärmeverluste durch die Gebäudehülle. Zu den wesentlichen Anforderungen zählen auch die Vermeidung von Wärmebrücken, die Luft- und Winddichtheit sowie der sommerliche Wärmeschutz.

Was versteht man unter Mindestwärmeschutz?

Der Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 umfasst Maßnahmen, die Tauwasser- und Schimmelpilzfreiheit sowie ein hygienisches Raumklima gewährleisten. Der Mindestwärmeschutz garantiert nicht die Einhaltung des energiesparenden Wärmeschutzes nach EnEV.

Wie finde ich „meine“ Energieagentur?

Fachleute in regionalen Energieagenturen kennen die spezifischen örtlichen Anforderungen und können entsprechend beraten. Eine Liste der Landesenergieagenturen der einzelnen Bundesländer finden man hier: www.kea-bw.de/service/energieagenturen/landesenergieagenturen

Häuser bieten hohe Energieeinsparpotenziale

Laut dena - Deutsche Energie-Agentur entfallen etwa 35 Prozent des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs auf Gebäude. Dort werden für Raumwärme, Warmwasser, Beleuchtung und Kühlung rund 73 Milliarden Euro aufgewendet. Der größte Anteil des Energieverbrauchs entfällt auf Wohnhäuser: 40 Prozent auf Ein- und Zweifamilienhäusern, rund 25 Prozent auf Mehrfamilienhäuser. Bessere Energieeffizienz im Gebäudebereich bedeutet auch mehr Klimaschutz und Ressourcenschonung.

Hochleistungsdämmstoffe - die versteckten Champions am Bau

Dämmstoffe erfüllen ihre Funktionen meist im Verborgenen – unter dem Dach, auf dem Fußboden oder an der Wand unter Putz oder Klinker. Keine Baustoffgruppe wird so oft unterschätzt und ist nach wie vor unentbehrlich. „Besser dämmen“ bedeutet jedoch nicht unbedingt „dicker dämmen“. Die Dämmschichtdicke ist kein Maß für die Wirksamkeit des Dämmstoffes. Entscheidend ist vielmehr die sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit. PU-Hochleistungsdämmstoffe stehen für schlanke, bautechnische Lösungen, Zuwachs an Wohnfläche und mehr Energieeffizienz in der Gebäudehülle.